Latente Hyperthyreose
Entstehen autonome Areale in der Schilddrüse, wie sie unter der Hyperthyreose bei Autonomie beschrieben wurden, so versucht der Rest der Schilddrüse zunächst kompensatorisch weniger Hormon zu produzieren, um einen zu hohen Hormonspiegel innerhalb des Organismus zu vermeiden. So lange diese Kompensation funktioniert, handelt es sich lediglich um eine latente Hyperthyreose, d.h. es kann jederzeit das Vollbild einer hyperthyreoten Stoffwechsellage entstehen.
Die Symptome innerhalb dieser Patientengruppe reichen von symptomlos bis hin zu Beschwerden, die denen einer ausgebildeten Hyperthyreose gleichen. Insbesondere Herzbeschwerden stehen im Vordergrund, wobei hiervon wiederum häufig ältere Menschen betroffen sind. Auf Grund der latenten Gefahr des Ausbruchs einer manifesten Hyperthyreose so wie auch in vielen Fällen auf Grund einer ausgeprägten Symptomatik sollte auch diese Form der Schilddrüsen- erkrankung einer definitiven Therapie und somit einer Radiojod- Behandlung zugeführt werden.
Bild: Schilddrüsenszintigramm eines Patienten mit latenter Hyperthyreose bei autonomem Adenom im linken Strumalappen. Es zeigt sich eine stark vermehrte Anreicherung der Testsubstanz im Bereich des autonomem Adenom links. Die übrigen Strumaanteile lassen jedoch ebenfalls eine Aktivitätsaufnahme erkennen, so dass es bisher noch zu keiner "Dekompensation" des autonomen Adenoms gekommen ist.
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